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1 (1777) A - L
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Atheist. ,7

Daseyn Gottes verneinen und anstrciten, oder wider diesenLehrsah Einwürse machen können, welche Leute, die in me,taphysischen Untersuchungen wenig erfahren sind, Mühe ha,ben würden zu widerlegen. Allein man wird auch wahrnehmen,daß niemals einer sich unterfangen hat, geradehin zu beweisen,daß dieser Saß falsch wäre: Es glebt einen Gott; und eswürde wohl eine Unmöglichkeit seyn, es zu beweisen. Dennzu diesem Ende müßte man darthun / daß in diesen zweyenWorten: Gott und Daseyn, ein Widerspruch, oder zumwenigsten ein Gegensaß verborgen wäre, und daß diese zweyWorte neben einander nicht bestehen könnten: denn wenn indiesen zweyen Worten kein Widerspruch liegt, so ist alsobalddas Daseyn Gottes möglich; und ist es möglich, so ist esauch wirklich, weil es ewig, unabhängig, und nochwen,

rig ist.

Nun aber ist es unmöglich zu beweisen, daß ein Wider,spruch oder ein Gegensatz mit diesen zweyen Worten: Gottund Daseyn, verknüpfet sey: denn das erste zeiget ein Wesenan, welches alle Vollkommenheiten besitzt, und das zweytedrücket nur eine dieser Vollkommenheiten au«. Folglich wirdder Atheist niemals geradezu beweisen können, daß dieserSaß: Es giebt einen Gott, ein falscher Saß sty.

2. Allein derjenige, welcher eben diesen Saß vorkragt:Es giebt einen Gott, beweist ihn alsobald unmittelbar durchdie stärksten und überzeugendsten Beweggründe. Er zeiget dieNvthwendigkeit, eine erste Grundursache von allem, waserschaffen ist, und eine unendliche Weisheit zuzugeben, welchealles, was erschaffen ist, auf eine wunderbare Weise geordnet,ausgetheilet, und eingerichtet hat. Diese erste Grundursache,und diese unendliche Weisheit ist es nun, was man Gott nen,net.

I. Band.

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