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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
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r Aberglauben.

Rechten lassen muß; eben also muß man alle Wurzeln des Aberglaubens ausreißen. Nach welcher Seite ihr euch immer wenden möget, peiniget und verfolget euch derAberglauben. Wenn ihr einem Wahrsager zuhöret, wenn ihr ein Wort von Bedeutung vernehmet, wenn ihr einOpfer entrichtet, wenn ihr auf den Flug eines Vogels,, merket , wenn ihr Einen sehet, der aus dein Eingeweide,, der Thiere weissaget, wenn cs büßet, wenn es donnert, wenn der Donner irgendwo einschlägt, wenn ihx an eure Träume denket; so könnet ihr niemals ruhig seyn; die Furcht wird euch unaufhörlich quälen.

Daraus läßt sich schließen, wie weit das Reich desAberglaubens bey den Heyden ausgebreitet war, wie sehrer dis Menschen belästigte, und wie oft er die Gottheit verr»mehrte und beleidigte.

Gleichwie die abergläubischen Gebräuche aus der Umwissenheit, der Furcht, der Blödigkeit des Verstandes, derschlechten Auferstehung entsprossen, und bey Men Völkernim Schwange gewesen sind ; also sind auch dis Christen,unerachtet der Heiligkeit ihrer Religion, nicht allezeit vomAberglauben befceyet gewesen. Allein die Schmähreden,welche die Philosophen mit so vieler Hitze wider den Aber-glauben der Christen ausstrenen, sind zum öftesten eitelBosheit, und haben fast allezeit etwas von Gottlosigkeit ansich.

Sie sind zum öftesten eitel Bosheit: denn es giebt vieleabergläubische Gebrauche und Vorurrhcile, welche zwar nichtnüßlich oder gegründet, aber dennoch zu verzeihen, oder zuentschuldigen sind, weil sie weder schädlich, noch lasterhaftsind. Wenn gewisse Leute sich fürchten, bey dreyzehn ander Taftl zu sitzen; wenn sie vor dem Umsturz eines Salz,

fäßchens