Aberglaube». 7
bezeuget: 8uperMio kula psr Fontes ommum oppres-ür sere3ni'mo8. acczue kommum imdeLiHitatem occu-pavit. * Die abergläubischen Gebräuche sind dann allent-halben eingeführet, und vervielfältiget worden.
Manche machten schaudern durch ihre Grausamkeit,gleichwie die Opfer vom Menschenblute, welche bey sehr vie-len Völkern im Schwange waren, wie cs Porphyr, phi-lo von Biblos, Dionys von Halikarnaß, und mehrereandere hrydnische Schriftsteller erzählen. ** Andere warenfähig, die unempfindlichste Schamhaftigkeit schüchtern zu ma-chen, gleichwie die Gebräuche der großen Feyer und der Ge-heimnisse der Venus, der Ceres, der Libcle, des Bachus.Der gelehrte Clemens von Alexandrien, welcher ein Heydgewesen war, deckst alle ihre Abscheulichkeiten klar genugauf. Wer sollte es glauben, daß die weisen Römer demFieber, der Furcht, dem Unglücke Tempel einweiheten,welche sie als Gottheiten verehrten? Wer sollte es glau-ben , daß sie jenen lärmenden Winden , die es lächerlichwäre zu nennen, den Namen von Göttern beygeleger hätten ?Wer sollte es glauben, daß bcynahe alle Gattungen derThicre bey verschiedenen Völkerschaften ihre Anbtther, ihrePriester, ihr Gepränge, ihren Gottesdienst gehabt hätten?
Endlich hat es eine unzählbare Menge anderer aber-gläubischer Gebräuche gegeben, welche die allerverächtlichsteEinfalt verriethen, und fast in jedem Augenblicke des Lebensaufstießen. Darüber machet Cicero diese weise Anmer,kung: *** „ Gleichwie man die Religion in allen ihren
„ Rechten
' Cic. von der wahrsag. 2. B.
Euftb. evang. vord. 4. V. 16. Aap.
»»' xion der wahrsag. 2 . B.
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