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1 (1777) A - L
Entstehung
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H Aberglauben.

gültigste Weise eingeseßet sind ; sie will etwas hinznseßen; sieentwirft sich Regeln, Gebräuche, Satzungen, welche ohneGewalt, ohne Grund, oftnichtsehr anständig, ja manches-mal sogar sehr unwürdig für das höchste Wesen, und geschicktler sind, Gott zu beleidigen, als zu verehren. Dieses ist dieWirkung des Mangels der Einsicht, und dieses war derUrsprung des meisten Aberglaubens bey den Alten, wie wirrs hernach sehen werden.

Eine andere Ursache -es Aberglaubens ist die schlechteAuferziehung. Die Benrtheilung von sehr vielen Gegenstän-den entsteht bey den Kindern vor der Vernunft, und dieseBenrtheilung entsteht bey ihnen durch den Eindruck, welchendie Dinge, die sie sehen, und die Grundsähe, die sie hören,aufsie gemacht haben. Ern Kind, welches die abergläubischenGebräuche und Beobachtungen seiner Heftern, oder Lehrmei-ster mit Augen sieht; welches die Furcht merket, die sie dar-aus schöpfen; welches alle Gründe und Lehrsätze höret, diesie darüber bcybringen, empfängt alsdann einen solchen Ein-druck davon, daß er in der Folge beynahe unauslöschlich wird:es richtet sich darnach, aus einer Furcht, welche sich in Ge,wohnheit verwandelt: diese Gewohnheit wächst in ihm sech-sten zur zweyten Natur auf: und sehet! so wird es durch denEindruck einer schlechten Auferstehung fast von Natur aus,und fast unheilbar abergläubisch.

2. Eine blöde Furcht war die natürliche und gleichsamnvthwendige Wirkung dieser Unwissenheit und schlechten Auf,erziehung. Die Furcht hieß aufMittel sinnen, um den Ne-beln zu entgehen, die man scheuere, und brachte jene Sünd-fluch von Aberglauben auf die Welk, wormit der ganze Erd-kreis überschwemmet wurde, wie cs der römische Philosoph

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