Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
LXXIV
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Lxxiv Philosophischer Geistund gottloseste Unanständigkeit, von ihren Schrif-ten abgeschnitten würde.

Wir glauben, daß wir in der Schilderung,die wir da von den Philosophen machten, dieWahrheit erreichet haben: wir glauben, daß siedas Publikum erkennen werde; daß sie sich selbsterkennen werden; aber mit dem lebhaftesten Uwwillen, daß man ihnen die betriegliche Maske ab»gezogen hat, worunter sie sich zu verbergen suchten.Wir glauben, man werde nicht mehr große Mühehaben zu bestimmen, was der philosophische Geistunserer Zeiten sey; man werde die wahren Grund»Ursachen und die wahren Triebfedern davon in derRuchlosigkeit des Verstandes und in den Ausschwei-fungen des Herzens anlreffen; man werde sich überdie Folgen entsetzen, die er nach sich zieht, da erin der Religion und in den guten Sitten alles um»stürzet und zu Boden wirft; man werde, bey demAnblicke der Schnelle, womit sich das Uebel aus»breitet, und alle Stände und jedes Alter anstecket,vollkommen empfinden, wie nothwendig es sey,demselben durch die wirksamsten und kräftigstenMittel Einhalt zu thun. Wir glauben, es steheder bürgerlichen und geistlichen Oberkeit zu, alleihre Achtsamkeit und Sorgfalt auf diesen Gegen-stand zu wenden, damit die Religion bekannt ge»macht und in Ehren gehalten werde, und die Re-ligion nachdrücklich zu vertheidigen; wir versuchen selbst««, zu diesem Endzwecke mitzuhekfen, da

wir