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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
LXVII
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»nserer Zeiten. Lxvn

Man gesteht ganz willig, daß er ungemein ar,tig schreibt. Aber wenn nur darauf ankömmt,rührende Vorstellungen zu machen, unachtsameund schlecht unterrichtete Gemüther zu überraschen,den Beyfall derer zu gewinnen, die weit mehr denLeidenschaften, als der Vernunft, ergeben sind;wie vielen Vortheil Hat da nicht ein Mensch vor«aus, welcher sich nicht scheuet, sich den Triebender ausgelassensten Kühnheit Preis zu geben; welrcher Vernunft, Wahrheit, Sitten, Religion allesverhöhnet, auszischet, verschmähet; welchen nichtszu bändigen oder einzuhalten vermag, dafern er nurdie Freydenkerey weiter ausbreiten, verführen, undvergiften kann? Wahrhaftig! es wird kein ehrli-cher Mann, wenn er immer so viele Talente hätte,jemals sich getrauen, ihm in dieser Schreibart denVorzug streitig zu machen.

Man gesteht, daß er recht vortrefflich schreibt.Aber dennoch, wird man bey ihm den Nachdruckund die erhabenen Gedanke»» des Bossuet, die rei-zende Anmuth des Fenelon, die schöne Naturspra-che des Racine, den entzückenden Wohlklang deslyrischen Rousseau antreffen? Künstelung, von ei-nem stolzen und entscheidenden Tone unterstützet,machet vieleichr das Hauptverdienst und die Zauber-kraft seiner Schreibart aus, welche sich aber ver,muthlich nicht länger erhalten wird, als etwa derSchwindel und der Schwärmgeist dieser Zetten dau«ren mögen. Allein, wie wird die Zukunft davon« L urthett