unserer Zeiten. E
die Philosophen unserer Zeiten anwenden? undkönnte man nicht mit weit besserm Grunde vondiesen großen Meistern sagen:
Sind Philosophen das, wofür das Volk sie ehrt?Leichtgläubigkeit von uns,
Oder besser zu sagen:
Ruchlosigkeit von uns, die machet sie gelehrt.
Wir müssen uns dann nicht selbst verführenlassen. Wir müssen uns getrauen, diese so berühm-ten Schriftsteller vor den Richterstuhl einer klugenund beleuchteten Kritik zu laden: wir müssen zwarihren Talenten das gebührende Recht widerfahrenlassen; aber dabey die wahren Ursachen der Nei-gung , die man zu ihren Schriften hat, der Sehn,sucht, mit der man sie durchläuft, des Vergnü,gens und der Entzückung, die man fühlet, nach-dem man sie gelesen hat, untersuchen.
Man wird ganz willig gestehen, daß viele ausdiesen Philosophen recht zierlich schreiben. Gleich-wohl muß man nicht glauben, daß dieses ein aus-schließendes Vorrecht für sie sey, wie wir es nachkurzer Weile beweisen werden. Man wird geste-hen , daß die Schreibart desjenigen, den mail heutzu Tage für das Haupt der philosophischen Rottebetrachten kann, etwas gewisses Einnehmendes hat,wodurch man Anfangs entzücket wird, und etwasVerführerisches, wodurch man leichtlich mag hin-tergangen werden. Aber hat er das Bestreben,
I. Band, e WS-