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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
LX
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Lx Philosophischer Geist

die richtigsten Begebenheiten zu verfälschen, zu ver,

kleistern, und anzustreiten, und zum öftesten Ver,

leumdung und Unwahrheit an ihre Stelle zu ft,

Hen. Was wir hier eine Kühnheit heißen, wollen

wir nicht mit einem Ausdrucke bezeichnen, welcher

nachdrücklicher und vieleicht schicklicher wäre. Aber

^ laßt uns zu einem andern Punkte schreiten.

Der Geist Wie soll ein Mensch, der einen richtigen Ver,der Trug- .

Müsse, stand hat, der die Ordnung und dre Verbindung

einsieht, welche die Begriffe mit einander haben

sollen, der die Folgen und die Grundsätze gegen

einander stellet, der sie zusammenhält, um zu urthei,

len; wie soll er alle jene Verirrungen der Vernunft,

schlösse, jene Verwicklungen der Trugschlüsse, jene

beständigen Widersprüche ansehen, welche man

beynahe in allen Werken jener großen Gegner der

Religion und der Wahrheit antrifft, und welche

ihre vorzüglichsten Waffen sind? Kühne, verach,

tenswürdige, gefährliche Sophisten! Es genügte

mit diesen dreyen Worten, um ihr Bild und ihre

Schilderung zu vollenden.

Denn was ist ein Sophist? Ein Mensch, wel«cher die sichersten Grundsätze bloß zu verdunkeln,und die Wahrheit zu umhüllen trachtet. EinMensch, der nur bcschäfftiget ist, Mittel auSzufin-den, wodurch er hintergehen, bekriegen, und ver,führen möge. Ein Mensch, der sich hütet, diedeutlichsten, bekanntesten, einfachsten Ausdrückeund Gedanken zu brauchen, und der dafür andere

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