unserer Zeiten. rnx
ihr Ansehen. Man findet nichts, als Bemäm»langen, Verfälschungen, Verdrehungen in denwichtigsten und wesentlichsten Begebenheiten, so-bald sie durch den Kanal der Philosophen geflossensind. Die Strafredner, die Verleumder, dieVerfälscher wissen schon, was sie von erfahrnenMännern und einsichrvollen Kritikern zu fürchtenhätten. Es ist ihnen nicht unbekannt, daß alles,was sie von dieser Art zu schreiben,gewaget haben,von einer Menge vortrefflicher Schriftsteller sieg-reich widerleget worden ist. Da sie zur Bosheitgeweihct sind, scheint es, daß sie nicht im Stan,de seyn, zu erröthen; sie sind nicht so empfindlichzur Beschämung, die auf sie zurückfällt, als zumVergnügen, das Gift auszubreiten; sie sind gewißder sichern Meymrng, daß man, durch eitel Wie,derholen der Strafreden und Verleumdungen, sichdaran gewöhnen werde, sie anzuhören; daß man,in Absicht der Unwissenheit, der geringen Einsichtund Achtsamkeit der meisten Leser, allmähllg ge,neigt seyn werde, ihre Anssprüche zu glaube:;, oderzum wenigsten einen Therl davon zu glauben; unddaß endlich dieselben unvermerkt für wahr geltenwerden, als wenn sie Ding: berichteten, die manvergebens streitig machen wollte.
Es ist unmöglich, daß ein Mensch, der eineredliche Seele hat, der die Wahrheit liebet und inEhren hält, über jene Kühnheit nicht ungehaltenund aufgebracht sey, die für und für bemühet ist,
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