unserer Zeiten. i.v
geiz, dis Eifersucht, die Habsucht, dieRachbe,gierdc so oft ciugeben und verlangen, so geschiehtes, weil die Ans sicht der Unehre und der Strafen,die von den Gesehen darauf bestimmet sind, schüchilern machet, erschrecket, und zurückhält. Mankann also von dem Menschen, der keine Religionhat, in der Gesellschaft niemals etwas mit Sicher-heit erwarten; man hat von ihm allezeit alles zufürchten; und man Vars auf ihn niemals ein Ver,trauen setzen. Dieses ist das erste Zeichen, anwelchem man die Urheber und die Anhänger heSphilosophischen Geistes erkennen, und ausnehmenkann.
Unterdessen, da sie wohl begreifen, daß derAbscheu und das Miökrauen, welches man vorMenschen hat, die ohne Religion leben, nur allzubillig, und gutgegründer ist, bestreben sie sich man-chesmal, sich davor sicher zu stellen , La sie einestaatskluge Häucheley mir dem Unglaube» verbin- Die Hauden. Wenn gleich ihre Seele mit Gräuel erfülletist, so werden sie zu gleicher Zeit erliche zweybeu-tige Sprüche von Ehrerbiechung gegen die Religionzuweilen auf der Zunge haben; sie werden sich zwin-gen zu sagen, daß es eine Religion geben müsse;und ans eben derselben Feder, woraus gewöhnli,chcr Weise die schändl chsten Dinge und die lGot>teölästrungen strömen, werden von Zeit zu Zeiteinige unbedeutende Ausdrücke für die Religionstießen.