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1 (1777) A - L
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LIV
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LIV Philosophischer GeistIhre Kenn- Man kann nicht beständig wider die Religionreichen sind. ^ reden; man kann nicht die Religion

^ zu einem immerwahrenden Gegenstände der Starchelschristen oder Spottreden wählen; man kannnicht die Gewohnheit annehmen, allen Kräfteneines boshaften Verstandes aufzubiethen, um siemit den abscheulichsten Farben zu schildern, um ihrallen Gräuel anzudichten, um Ekel, Verachtung,und Haß gegen sie zu erwecken: man kann nichtalles dieses thun, und zugleich eine Religion haben.Der Un- Und ein jeder Schriftsteller, welcher fähig ist, inglauben, Ausschweifungen zu verfallen, wird allezeit

von klugen Männern, und von allen, die nock-ehrliche Leute sind, für einen Menschen ohne Rerligion betrachtet werden.

Nun aber, ein Mensch ohne Religion mußnothwendig ein Scheusal der ganzen Gesellschaftseyn: denn wo die Religion fehler, da fehlen auchalsbald alle Grundsätze des Gewissens, der Tugenrden, der Ehre, der Rechtschaffenheit. Fürwahr,wenn man alsdann noch einem Gesetze gehorchet,so ist es nur Zwang und Gewalt, die cs vermö-gen ; wenn man noch einige Pflichten erfüllet, soist es der Eigennutz, welcher es anrärh; wennman noch eine löbliche Handlung verrichtet, so istes Pralerey, Eitelkeit, oder Eigenliebe, die dazuanrreiben; wenn man sich nicht selbsten Genügenschaffet, da man sich allen Ausschweifungen Preisgiebr, welche die Liebe zum Vergnügen, der Ehr-geiz,