unserer Zeiten. r.i
diesen Vorzug sind die Pflichten der Völker gegensie, und ihre Pflichten gegen das Volk gegründet.
Nun, dieses göttliche Vorbild der Hirten saget:*
Er fcy nur gekommen, um seiner Heerde dasLeben zu geben, und sein eigenes Leben für dasHeil seiner Heerde zu opfern. Wozu machet eineso großmüthige Zärtlichkeil, eine so heldenarrigeLiebe den Hirten nicht fähig? welchen Eindruckwirket sie nicht auf die Heerde? was für eineDankbarkeit muß sie nicht derselben einflößen?
Dieses ist das untrüglichste Mittel, die Ehrerbie,thung für die Religion zu erhalten, und die Reli-gion nachdrücklich zu schützen und zu vertheidigen.
Allein nicht nur von den geistlichen Hirten PMtm,will die Religion beschützet seyn. Sie muß auch cken Ober-von denen verkheidiget werden, welche init der bür,gerlichen Gewalt in der Gesellschaft bekleidet sind.
Alle bürgerliche Gewalt kömmt von Gotte Her;und in keiner Absicht ist sie vor den Augen einesdenkenden Menschen ehrwürdiger, als wegen jenergöttlichen Quelle, woraus sie entspringt. Die,welche sie besitzen, sollen sie dann zum allererstengebrauchen, um die heiligsten Rechte der Religionzu behaupten, und die Religion zu schützen undzu vertheidigen. Alles, was für die Gesellschaftvon einer Wichtigkeit ist, sehen die Oberkeiten fürden wahren Gegenstand ihrer Sorgfalt an; alles,was ihre Rechte sicher stellen mag, unterstützen sie
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