unserer Zeiten. xi.vn
machet ihm zum Beschlüsse folgenden Befehl be-kannt , welcher von der ganzen Hoheit und Machteines Gottes zeuget: * Prophet! Ich habe dichzum Aufseher über das Haus Iss- els bestellet,was du aus meinem Munde hören wirst, sollstdu meinen! Volke verkündigen, wenn du, daich zum Gottlosen säge: Gottloser! du wirststerben, meine Worte dem Gottlosen nicht be-richtest, damit er den Weg der Bosheit verlassenmöge; und wenn er nachmals in seiner Bosheitstirbt: so wirst du mir für seine Seele und seinBlur Rechenschaft geben, wenn du ihm abermeine Worte getreulich berichtet hast, und wenner sich dennoch nicht bekehret; so wird er in sei-ner Bosheit sterben: aber du hast deine Seelesicher gesteller.
Daß wir, um die Pflichten des Hirtenamte»zu erklären, nur Texte anführen, die aus derheiligen Schrift gezogen sind, geschieht dcßhalben,weil sie vortrefflicher, als alle menschliche Gedan-ken sind, und weil sie weit besser vernommen, be,trachtet, und verehret zu werden verdienen.
Sie müssen die Heerde auf Heilsame Weydenführen, und von jenen entfernen, die für sie ge-fährlich wären. Man weiß genug, daß die heil-samen Weyden, welche vornehmlich in den Unter-weisungen, und in jenen vortrefflichen Werken be-stehen, die zur Vercheibigung der Religion ver-fasset worden sind, in der christlichen Gemeinenicht mangeln: aber man suchet wenig Nahrung^ darin-
' Ezech. XXXlll.