Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
XLVI
Einzelbild herunterladen
 

xr.vr .Philosophischer Geist

hinwerfe, und mir den Füßen trete. Das Lichtverbirgt man nicht unter einem Märzen; sondernman scrzcr es auf einen Leuchter, damit es allenleuchte, die sich im Hause befinden. Eben dieseLehren des göttlichen Gesetzgebers hat der Apostelder Völker ehemals einem Bischöfe von einer dervornehmsten Städte Asiens also vorgetragen: "verkündige das Wort; dring darauf bey denGelegenheiten, welche sich anbicrhen werden,oder welche du suchen magst, wende alles an:verweis, bitr, bestrafe; aber verbind deinen Eiferallezeit mit dem Lichte der Weisheit, und demBcyspicle der Geduld. Nachmals, als wenn erschon in jenem ersten Jahrhunderte der Religiondie Ausschweifungen des achtzehnten vor den Amgen gehabt hätte, setzet er diese merkwürdigen Wortebey: E» wird die Zeit kommen, wo die Mcnrscheu die achte Lehre nicht mehr werden vertratgen können; sondern sic werden sich ihren BetZierlichkeiten Preis geben, und, lüstern nachNeuheiten, werden sie wahnsinnigen Lchrmeitstern anhangen; sie werden ihre iphrcu vor derWahrheit verschließen, und Fabeln und Unge-reimtheiten derselben vorziehen. Du aber, wertde niemals deiner Wachsamkeit müde; nimmdich von keiner Arbeit aus; zeige,dich als einenherzhaften Prediger des Evangeliums, und er-fülle getreulich alles, was in dein Amt einschlagt.

Die schreckbaren Folgen dieser Schuldigkeitenund dieses Amtes stellet der Herr dem ProphetenEzechiel in den krastvvllesten Ausdrücken vor, und

machet

r Timvth. iv.