unserer Zeiten» xi.msoll; sie sind das untrügliche Heilsmittel widerjene unselige Krankheit, welche das Unglück unddie Schande unserö Zeitalters ausmachet. DieReligion scheuet sich nicht bekannt zu werden; jemehr sie bekannt wird, desto mehr gewinnt siehabey; je mehr sie bekannt wird, desto mehr wirdsie verehret und in Achtung gehalten: und sie wirdallezeit von der Unwissenheit ihrer eigenen Beken,ner unendlich mehr zu fürchten haben,' als vonaller Gewalt der Feinde, die sich wider sie verschwörreu mögen. Es vergessen auch die Philosophennichts, um einen Ekel vor dieser Religion einzu»flößen; um alle Leidenschaften, welche die Reli,gion scheuen, in die Bewegung zu bringen; umdurch die falschen Begriffe, und die abscheulichenSchildrungen, die sie von der Religion aufstellen,zu bekriegen und zu verführen. Wenn man dieUrsache des Uebels, und das Mittel erkennt, wel,ches man dawider brauchen soll, so darf man aufgewisse Weise von der Genesung versichert seyn.
Ein neues Mittel, der Seuche des philosophi-^Ar.schen Geistes Einhalt zu thun, ist die Vettheidi- rh«digunggung der Religion. Wir steifen uns hier nicht givn.viel auf jenen großen Spruch: Die Religion istdie Stühe des Staates. Dieser große Spruch, sowahr er immer ist, wird oft im Munde sehr vieler ^Leute nur ein Scheinspruch; er wird insgemeinsehr wenig überleget; und man kann ihn, oder zurbilligen Veriheidigung der Religion, oder zu den
Absich-