X^II Philosophischek Geistlern, ja sogar im Tode sechsten! Man lese bedacht,sam das göttliche Evangelium, st> wird man grste,hen müssen, daß Jesus Christus, wenn er durchseine Unterweisungen und seine Lehre das wahreLicht der Welt gewesen ist, auf eine noch unend,lich rührendere und sichtbarere Weise, durch seineBeyspiele und seine Handlungen ihr Licht gewesen
sey.
Mit welchen Augen würde man also den phi,losophischen Geist ansehsn; was für einen Abscheuwürde man nicht gegen jene schöpfen, die ihn mitso großem Eifer befördern; und was für eine Ver,achrung würde man nicht gegen jene fühlen, welchesich blinohin zu seiner Fahne schlagen, wenn mandie Religion kännte; wenn man jene hohen undentzückenden Begriffe hätte, welche man von derErhabenheit und Heiligkeit der Religion habensoll; wenn man auf die unendlichen Vortheile, diesie den Menschen verheißt, verschaffet, und ver-sichert, und auf die große Wichtigkeit merket«,welche die Gesellschaft, und alle Glieder der Gesell,schaft Lurch sie zu erwarten haben?
Die Betrachtung der Religion und das Besire,ben, von der Religion eine Kenmniß zu erlangen,sind dann die ersten Mittel, welche man brauchensoll, um sich vor dem ansteckenden Gifte des phi,losophischen Geistes zu verwahren; sie sind derDamm, welchen man den Ausgüssen und der Hef,rigkeit dieses fürchterlichen Stromes entgegensehen
soll;