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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
XXXIX
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unserer Zeiten. xxxrxsie für Gott würdig zu machen, und innerst mitGotte zu vereinigen, trifft man in der christlichenReligion versammelt an. Sie enthält die erhaben-sten und wichtigsten Wahrheiten; die reineste und ge-selligste Sittenlehre; die heldenmäßigsten und groß,müthigsten Tugenden; die mächtigsten Hülfsmit,lel, Beweggründe, Beyspiele; die herrlichsten undsichersten Belohnungen. Was für eine Religionist jemals in einem dieser Stücke mit der ReligionJesu Christi vergleichbar gewesen?

Sie übersteigt zwar durch die Hoheit der Lehr,säße, die sie vorträgt, alle Fähigkeit der Vernunft;aber sie stellet dieselbe, durch die hellscheinendenBeweise und die unumstößliche Gewißheit der Of-fenbarung, sicher. Sie Hemmet, bändiget, ord-net ungestüme, hißige, blinde Leidenschaften, wel,che das Joch und die Abhängigkeit allezeit verab,scheuen; aber man weiß auch, daß eben von diesenLeidenschaften alles Unheil und alle Laster auf derWelt entspringen. Sie trägt eine Sittenlehrevor, welche den Trieben und Neigungen derNatur zum meisten widerstrebet; aber diese Sit,trnlehre entzücket durch ihre Heiligkeit: und wennEiner sie zur Vorschrift seiner Sitten und seinesWandels annähme, so würde er der würdigste Ge-genstand der Bewunderung, Ehrfurcht, und Liebedes menschlichen Geschlechtes seyn. Sie schlagtdie heldenmüthigsten Opfer vor, ja sie fodert sie so,gar manchesmal; Opfer, welche der Eigenliebe,

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