XL Philosophischer Geistder Hoffart, einer lebhaften und zärtlichen Sinn»lichkeit zum allerbeschwerlichsten fallen; aber da-durch bildet sie wahrhaft große Seelen aus: undman kann nichts HerrlicherS denken, als die Be,lohnungen, welche sie ihnen verheißt, um sie zuermannen und schadlos zu halten.
Man untersuche sie dann in ihrem göttlichenUrsprünge, in ihrer Stiftung, ihrem Fortgänge,ihren Kämpfen, ihren Siegen, ihrer Fortpflanzung.Sie hat einen Gottmenschen zum Stifter; sie istaufdem Kreuzberge gepflanzet , und mit einem gött»lichen Blute versiegelt worden. Nur durch die-Beyspiele der heldemnüthigsten Tugenden, wozudie Welt voll Erflaunung nicht geglaubet harre, daßMenschen fähig waren, ist sie bekannt geworden,und hat sich Anhänger erworben. Durch ihre un-überwindliche Geduld hat sie mitten unter blankenSchwertern, Scheiterhaufen, und allen Gamm»gen der erschrecklichsten Martern gesieget z sie hatüber alle Mächte der Erde gesieget, welche drcyhundert Jahre lang gegen sie bewaffnet standen;und sie har auf gleiche Weise über alle Leidenschaf-ten gesieget, welche Lurch ihre Strengheit verscheu-chet und aufgebracht waren. Dir Ströme vonBlute, das ihre Verfolger verspritzten, haben sievon ihren.Ungeheuern gereiniget, und ihr eine wun-dervolle Fruchtbarkeit verliehen, um aller Ortendie schönsten Tugenden hervorzubringen. Die Zer»siö- unz des Göhrndiensts, der Umsturz der Tem-pel,
!i
ßi
»I
A
i,
<>!
! >«
>