unserer Zeiten. xxxvnDieses kann man auf die Seuche des philoso,
> phischen Geistes anwenden, welcher von Ländernzu Ländern, von Reichen zu Reichen sich ausbrei,ttt; welcher jedes Alter und alle Stände anstecket;welcher auch bcy denen, die noch eine Religion ha-ben , und sie in ihrem Herzen verehren, nichts de»sioweniger sie gebunden, verstummt, und gefesselthält; welcher fsrtfährt sich auszubreiten, und wel-cher sich beständig mehr und mehr ausbreiten wird,wenn man ihn durch die wirksamsten und mächtig,sten Mittel nicht einhält. Nun aber, die wirk- Mittel, se»-samsten und mächtigsten Mittel sind diese, daß man timgEinhakdie Religion bekannt mache; daß man die Reli- ^gion vertheidige; daß man die Feinde der Religionentdecke. Wenn man diese Mittel brauchete, sowäre cs unmöglich, daß die Welt über ihre Verir,rungen und ihre Blindheit nicht erröthen sollte.
Wenn sich die Weisheit, saget der römische l.Redner, ^ den Menschen selbst sichtbar zeigen könn- kannkma-
chung der
1e, so würde sie in allen Herzen die hitzigste Neu Religio»,grmg und Liebe zu ihr erwecken. Auf gleiche Wei,ft, wenn man alle herrliche Vorzüge, und die wun, , /
derbare Heiligkeit der Religion erkännte, so würdedie Ehrfurcht, der Eifer, und die hitzigste Liebe zuihr nothwendig in allen Herzen entstehen. Manist nur deßhalben unempfindfam und gleichgültiggegen sie, weil man sie nicht kennet; oder man ist
nur
* Vs» den Pflicht, r. B-c Z