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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
XXXV
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unserer Zeiten. xxxv

eben der Religion zur Schande gereichen! welchedie Grundsätze und den Geist der heutigen Phi,losophie weit besser kennen, beobachten, und ge,nehmhalten, als die Grundsätze und den Geist desgöttlichen Gesetzgebers! welche, so kühn als diePhilosophen selbsten, eine Religion verhöhnen,ohne die sie bald unter den Pöbel versinken, undganz in Vergessenheit begraben bleiben würden!

Selbst in jenen Ständen, wo man sich der Sogar k,evangelischen Vollkommenheit, jenen erhabenen Tu gern»genden, gewidmet hat, wovon die eingefleischteWeisheit das Urbild ist; jenen beschwerlichen Tu,genden, welche allezeit so ehrwürdig sind, undheut zu Tage so wenig in Ehren gehalten werden:in jenen geheiligten Ständen schleicht sich die phi-losophische Seuche ein, und breitet sich, wie inandern Ständen, aus. Man giebt dorten den ^Schriften der Philosophen Beyfall, ohne daß man,wie sie, die Freydenkerey prediget: man nimmt ih-re Sprache und ihre Denkensart an; man giebt derVernunft ein Vieles, und der Religion ganz we-nig zu; man hat Nachsicht und Gelindigkeit, wocs darauf ankömmt, die Leidenschaften zu beurthei,len; man sieht den Hang zur Wohllust für eine na,türliche Sache an, welche zu entschuldigen wäre,und von der Vernunft geordnet, aber nicht verbo,then werden sollte; man wirft sich zum Richter auf,und tadelt, und beurtheilet tausend Dinge, die inder Religion gutgeheißen oder erlaubet sind, aber