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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
XXIV
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XXIV Philosophischer Geistder Liebe zum Gemeinwesen zu schminken?wird sie es wagen, von ihrer Ehrfurcht gegendie Gesetze , und von ihrem Eifer für die Men-schenliebe zu sprechen? Sie ist überwiesen, daßsie eine eben so große Fein kenn der Völker undder Röntge, als Gottes sechsten ist. Hat sieglicht die vaterländische Sanftmuth und Güteverderbet? und muß man nrci t gewahr werden,daß sie beynahe alle Stände mit verkehrtenSitten, mit schädlichen Grundsätzen angeste-cket, und eine Sprache eingeführet hat, wel-che unfern Vorältern verdächtig und unbekanntwar?

Und fürwahr, wohin zielen die Gründe, dieSähe, die Lehren, welche beynahe durch alleSchriften der Philosophen ausgeftreuet sind? DenTrieb zur Wohllust in der Seele zu erhitzen, dieLiebe zur Unabhängigkeit einzuflößen, die Sitten-lehre auf den persönlichen Nutzen zu beschränken,und folglich eitel »»gezäumte Freydenker, gefähr-liche Bürger, ungetreue Umerrhanen zu bilden.

Die Unschuld, die Zucht, die Smsamkeit ste-hen nicht mehr in der Reihe der kostbaren Tugen-den. Man Hält sie für nichts weiter, als für dieWirkung von der Schwachheit eines Alters, wel-ches noch nicht zu denken, zu empfinden, oder sichzu kennen weiß. Man liebet in der Anmurh die-ser Tugenden nichts, als den Reiz einer feinemWohllust. Man läßt jungen Personen ihre Um

schuld