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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
XXII
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xxn Philosophischer Geist

Die erste Frucht von diesen schönen Begriffenist diese, daß man kein Ansehen in der Religionmehr erkennet, und sich an die meisten Pflichten,die sie vorschreibt, nicht mehr bindet; daß manvermittelst etlicher Vernunstschlüsse ^ welche dieLiebe zur Unabhängigkeit einspricht, etlicher Fra-gen, welche mehr kühn als vernünftig sind, etli-cher warum? die man hochmükhig austvirft, sichüber alles hinwegseht, was die Religion dem Men-schen befiehlt oder anräch, um ihn zu leiten und zuregieren; daß man glaubet, man habe alles abge,schnitten, alles beantwortet, alles widerleget, wennman mit dem großen Orakel, Voltairen spricht:Man sey gerecht: genug! mehr kann man nichtgebrechen; daß man endlich sich sechsten, und fürsich sechsten zu seinem eigenen Schiedsmanne, sei-nem ersten und höchsten Richter in Sachen, welchedie Religion betreffen, aufwerfe, und folglich inder That keine Religion mehr habe»

Alsdann giebt man sich mit gutem Mukhe füreinen Philosophen aus; man weiß sich mit seinemstarken Geiste groß; man stellet sich voll Hochmuthin die Reihe der denkenden Wesen , und sieht nurmit Erbärmniß und Verachtung auf jene herab,welche'noch glauben, und für die Religion eineEhrerbiethung behalten. Man waget es nicht, dieMaske so dreist abzuwerfen, wie der tollsinnigeVerfasser des philosophischen Ariegsmanns, unddes Systems der Natur, und wie noch etliche

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