unserer Zeiten. xxi
über die Schnelle seines unseligen Fortganges schoniht zu seufzen?
Es darf hier eben nicht eine erhitzte Einbildung Entkräf-unserer Rede den Schwung geben. Wir tragen MUgron.nichts anders vor, als was vor unfern Augen vor-beygcht, was das Vergnügen der meisten Gesell-schaften und Zusammenkünfte ausmächet, und wasdurch das gemeine Leben nur viel zu allgemein be,stätiget wird. Leute, die den philosophischen Geisteingesogen haben, sehen die Religion für nichtsmehr, als für ein altes Niesenbild an, welches sichnur durch seine ungeheure Größe noch erhält; wel-ches von dem Pöbel, der unfähig zu vernünftelnist, noch in Ehren gehalten werden mag; undwelches etwa sogar taugen kann,dem Pöbel Schran,ken zu setzen, ihm Bestand zu geben, und ihn zuregieren. Man hält sie für nichts weiter, als fürdir Vereinigung von verschiedenen Einrichtungen,die allmählig entstanden sind, von Gesetzen, Lehr-sätzen, Meynungsn, die manchesmal nützlich, man,cheSmal sehr unnothwendig, ja manchesmal, küh-ner Ausspruch! der gesunden Politik und demBesten des Staates zuwider sind; von Einrichtun-gen, heißt es ferner, welche nur von der Zeit ihrenBestand, ihre Kraft, ihr Ansehen erhalten haben,welchen der Philosoph, von der Vernunft geleitet,sich nicht blind und sklavisch unterwirft, und wo-von er, in aller Freyheit, urrheilen, entscheiden,glauben, und annehmen kann, was ihm gefällt.
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