62
Ferner sind die Verse 4785—4788 und 3483 f. anzuführen alsBemerkungen des Bearbeiters, und schließlich 1491—1496, wo der Be-arbeiter bis ins Unsinnige steigert, indem er Constantins Mannen allezu Dietrich übergehen lässt, auch 'die edelen gräven | und alle die darwären |in Constantinis hove|änedie riken herzogen | die irläzis daz liet |sie ne tädins ouch niet(!)’.
Ich habe hier zusammengestellt, was mir in dem Gedichte alsmehr oder weniger der Interpolation verdächtig erscheint. Freilich darfman in solchen Untersuchungen, in denen ja das subjective Urtheil eineso bedeutende Rolle spielt, weniger als irgendwo die eigene Ansichtfür unfehlbar halten, und ich bin weit davon entfernt. Stellenweisemögen meine Bedenken unbegründet sein, stellenweise mag ich umge-kehrt eine Interpolation für echt gehalten haben: im Ganzen aber glaubeich nicht Unrecht zu haben. — Daß auch im Übrigen der Bearbeiterverschiedentlich 'gerichtet 5 hat, zeigt die glattere Form, der geschmei-digere Stil mehrerer Stellen, die dem Inhalte nach dem ursprünglichenGedichte schon angehört haben müssen. Das ist namentlich der Fallbei der Zusammenkunft Rothers mit Constantins Tochter (1917 ff. undbesonders 2169—2305) und in der Erzählung des griechischen Ritters(3711-3826).
Ich gebe im Folgenden eine Übersicht der auszuscbeidendenStellen, in Klammern die beifügend, über deren späteren Ursprung ichnicht ganz sicher bin.
I. Erbauliche Stellen (364-385); 3931-3940; 4389-4450; 4493bis 4502. (4761-4774). 4775-4778. (5075-5108). 5109—5185; zu-sammen 163 (-f- 60 = 223) Verse.
II. Bairische Bestandteile (2941—2948). (3411—3422). 3433 bis3442. 3563-3578. (3585 f.). 3609 f. (3689-3692). (4163 f.) (4189 f.)4207 f. 4251-4254. 4329—4344. 4347-4365. 4853-4866; zusammen83 (+ 30 = 113) Verse.
III. Andere Zusätze, die sich weder durch eine geistliche, nochdurch eine bairische Tendenz erklären (1104—1109), 1491 —1496.(1817—1828). 1849—1864. 3483 f. 3495—3500. 3931—3956. (4035 bis4058). 4135—4146. (4571—4574). 4623—4634. 4785—4788.4705-4730.4821-4846. 4985-4990. 5017—5020. 5029—5032; zusammen 150 (+ 46= 196) Verse.
Im Ganzen sind es 396 (-(- 136 = 532) Verse. Zu beachten ist,daß hiervon auf die ersten zwei Drittel des Gedichtes nur 32 (+ 50= 82), dagegen auf die vorletzten 900 Verse 80 (-{- 34 = 114), aufdie letzten 900 Verse gar 284 (+ 52 = 336) fallen. — Die Inter-