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Untersuchungen über König Rother
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Neigung des Vocals nach i hin zu Grande, welche die Schreibung miteinfachem ä, 6, ü nicht ganz deckte.

Ebenso, meine ich, sind auch die ei oder ey aufzufassen, nurdaß hier wegen des sehr häufigen Vorkommens dieser Schreibunggewiß schon differenzierte Aussprache des e zu Grunde lag. Dochist dieß ei ebenso gewiß nicht wie bairisch-österreichisches ei (wieai natürlich nicht) ausgesprochen worden, sondern wie ein e mit nach-klingendem i, in der Schrift etwa 6‘. Ich nehme also hier eine Aus-sprache des ei an, die der heutigen rheinischen Aussprache des ei undin der vorpommerisch-mecklenburgischen Mundart meiner Heimat derAussprache des he’ (er) entspricht, während die gedehntere hei etwadem mhd. ei entsprechen mag. Daß wir es mit einem Mittellaute zwi-schen e und ei zu thun haben, beweist auch hier die häufig in der-selben Urkunde und sogar in demselben Worte wechselnde Schreibung.So finden wir bei Lacomblet

III 260 (in einer Soester Urkunde von 1332) breyf 2 Mal nebenbref 1 Mal, veyr 1 Mal neben ver 4 Mal; überhaupt gewöhnlich e inmestere, he, de, se, heren, Stencken, Erenfrede, twe, seth u. s. f. nebenseltenerem ey in gomeyne, emvardig, underscheyt, steyt u. s. f.

III 319 (in einer westfälischen Urkunde vom Jahre 1338) vyfteynneben virten, druttende; were neben weir.

III 80 (in der schon genannten kölnischen Urkunde) de oft nebendby 2 Mal, breyf 1 Mal, neben bref 3 Mal; manere 1 Mal, neben maneir

1 Mal, enich 1 Mal, neben eynich (1 Mal), stede neben steydicheitu. s. w.

So wäre noch viel aus den Urkunden anzuführen. — Dieß nach-klingende i oder y erscheint im kölnischen häufiger als in den nörd-licheren Gegenden, es greift ferner immer mehr um sich, so daß wirwohl um 1130 das 6 noch reiner annehmen dürfen.

Neben ei (ey) und e erscheint noch die Schreibung ie und selbst i.Auch dieß scheint ein Versuch, den nach i neigenden e-Laut e’, wohlschon mit stärkerer i-Färbung, zu bezeichnen, da auch dieß ie neben§ und ei in denselben Wörtern erscheint, so in einer Soester Urkundevon 1328 (Lac. III 231) ln'erin neben heren (sonst auch hefren), brief

2 Mal, während eine andere Soester Urkunde III 260 breyf und brefhat; ferner siet neben seyt (III 319) und seth (III 260). In der west-fälischen Urkunde III 319 steht Hinrich neben Heinrich und Henrich,die neben dey, ynich neben eyn. III 852 brieve neben breiff. III 66breven neben brief (3 Mal) und briven. III 80 inich neben enich 1 Malund eynich 1 Mal.