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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
315
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Ahndung»

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den , um ihr neben der Gesetzgebung auchdie Herrschaft' zu sichern. Jn Gott aber istdiese Autonomie der Vernunft zugleich mitAutokratie verbunden, Gesetzgebung undHerrschaft sind vereinigt, denn durch ihngilt unmittelbar das Gesetz, und jedes Glieddes bleiches muss in seiner höchsten Gewalt.seyn, weil es für sich zuweilen noch..vomGesetze abfällt.

Wir müssen uns Gott also als Schöpferund Erhalter, als Urheber der Welt denken,können aber dabey nicht begreifFen, wie wirunseren Dascyn nach von ihm abhängig, unddoch schlechthin frey sind, wie wir durchihn, und doch der Zurechnung, f.ähig seynkönnen. In der Natur wäre dies Verhält-niss ein Widerspruch, denn da hat jede Wir-kung ihr Bestehen nur allein in der Ursae lgalle Selbstständigkeit kommt nur der Ursachyzu. Für die ewige. Ordnung der Dinge kanndies kein Widerspruch heissen, eben weilwir keine positive Erkenntniss derselben ha-ben , und diese nur bildlich versuchen kön-nen , das anscheinend widersprechende zeigtalso nur die Unzulänglichkeit unserer symbo-lischen Vorstellungsweise, und nicht einenWiderspruch in der Sache selbst.

Auf