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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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287
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Ahndung. -87

tur'nicht'statt' finden, Denn in der Naturhat jede Kraft nur eine endliche Grosse, mitder sie wirkt, und kann also von grössererKraft überwunden werden. Also muss auchdie Kraft der Willkühr in der Natur eine be-stimmte endliche Grösse haben, welche noth-wenditr überwunden werden musste, wenneine stärkere Gewalt ihr entgegenwirkt. Inder Natur wird also jeder Entschluss durchden Konflikt der Antriebe in demselben ent-schieden werden, und der stärkste Antriebwird siegen, die Willkühr hat also ihre Selbst-bestimmung nicht durchaus in sich selbst,sondern sie wird durch die Antriebe genöthigt,sich auf die eine, oder andere Weise zu be-stimmen. Wenn eine Willkühr daher schlecht-hin sich selbst das Gesetz gehen soll, so musssie im Entschluss jeder möglichen Kraftdes Antriebes, das heisst, jeder endlichenKraft überlegen seyn, ihre Kraft wird alsoin Vergleichung mit Naturkräften als unend-lich geschätzt, das heisst: sie widersprichtdem Begriff einer Naturkraft, weil diese nurendlich seyn kann, und setzt zu ihrer Mög-lichkeit Freyheit, Unabhängigkeit von allerNatur und in der Natur Überlegenheit überdie Natur voraus.

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