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Wissen, Glaube und Ahndung
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2 66 Ahndung.

der allein das ununterbrochene Wohlergeheneines Menschen ihm gefallen kaniij_ den La-sterhaften im Glücke leben zu sehen, wirdihn eher beleidigen.

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Geist, Kopf, Genie, oder irgend einTalent der Natur zu besitzen, Lebendigkeit,Thätigkcit oder Liebenswürdigkeit in derGesellschaft, Kraft in Muth und Entschlossen-heit zu zeigen, ja sogar Selbstbeherrschung,Gewalt über Affekten und Leidenschaften,Mässigung durch Übung erworben zu haben,ist lobenswerth für den Einzelnen, und magihm im Leben und in der Gesellschaft genuggeltem: aber welchen Werth wird dies allesvor dem innern Richter, der die höchste Ent-scheidung über eignen Werth aussjnicht, ne-ben jener reinen Gesinnung der Tugend haben,wenn es sich ihrem Gesetze nicht unterwor-fen hat? Jede andere persönliche Eigenschaftversch windet vor dieser höchsten Anforderung,die allein ein jeder sich selbst unerlässlichmachen muss und soll.

Es kann dem Einzelnen rühmlich anstehn,und seinem Leben innern Werth geben, gro-sse Plane im Staate durchzufüliren, für denWohlstand der Gesellschaft unermiidet zu ar-beiten,