Ahndung. 219
Natur beurtheilen, und welches befriedigt wirddurch’ die harmonische Zusammenstimmungder anschaulichen Formen in der Natur, durchdie Vereinigung des Mannigfaltigen darin zuEinem , ohne einen gegebenen Begriff dieserEinheit, durch die Zusammenstimmungj|die-ser Formen zu ästhetischen Ideen.
Wir haben früher schon bemerkt, dasswir überhaupt nur auf zweyerley Weise un-sre. Vorstellungen: über das Endliche der Na-tur erweitern können, d rch Negation, unddurch willkiihrliche Kombinationen der Phan-tasie.|~Durch ersteres entstanden die logischenIdeen der Vernunft, welche wir im Glauben,zur Erkenntniss des Ewigen anwenden. Diefreye Kombination des gegebenen anschau-lichen auf willkiihrliche Weise in der Dich-tung ist dagegen ein hlosses Spiel mit früherda gewesenen Vorstellungen ohne alle Bezie»hung auf Erkenntniss, einen einzigen Fallausgerrommen, wo diese Kombinationen gleich-sam eigne Elemente zur Vorstellung liefert,und sich auf eine eigne Erlcenntnissweise derDinge bezieht, wenn wir nemlich die eignefreye Einheit und Harmonie in der,] anschau-lichen Form gegebener Gegenstände auffassenoder entwerfen, welche die Form ästhetischer
Ideen