164 Glauben.
bot Bedeutung für uns bat, werden wir mitunsrer Handlung im Entschluss über die Na-tur .erhoben, uml erkennen uns selbst alsfrey an.
Da uns die Freyheit nun mit unsermBa-wustseyn, dass wir unter dem Sittengesetzestehen , i n unserm Bewustseyn aufgewiesenwird, so nimmt Kant sie noch für eine That-sache, um welche wir gleichsam -wissen, undwill sie nicht zur blossen Glaubenssache ma-chen. Eben deshalb glaubt er denn die Sachejt der Unsterblichkeit, und des Daseyns Gottesnoch für sich ausmachen zu müssen, undkommt so zu den moralischen Beweisen. Al-lein die Idee des Glaubens ist nur eine, und— wenn wir eine Idee gerechtfertigt haben, sofolgen die andern von selbst. Wäre die Frey-heit des Willens eine Sache, um die wir wis-sen , so wüssten wir auch um die EwigkeitAct- unsers Daseyns, und das Daseyn Gottes.
Denn wenn wir frey sind , so ist unser Da-seyn nicht an die Natur, nicht an Raum undZeit gebunden, sondern ewig bestimmt. Wirbefinden uns also in einer ewigen Ordnungder Dinge, und diese ist nicht ohne dieGottheit.
Aber diese Vereinigung aller Ideen istnur eine Vereinigung im Glauben, so gut die
Frey*