Glauben .
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sey. Die Stoiker hatten hierin vollkommenRecht, die Untugend als Schwäche, und dasLaster als Verkehrtheit, sind die einzigenwahren Übel, Schmerz aber und Leiden müs-sen für nichts geachtet werden, denn sie ge»hören gar nicht zu dem wahren Seyn derDinge.
Daher rührt es denn auch, dass^allesanscheinenden Widerstreites ungeachtet, manimmer noch behaupten kann, in der Tliatsey wohl ein Mensch ungefähr gleich glück-lich wie der andere, denn das Wesen derGlückseligkeit ist so relativ, und der Maas-stab so ganz in der Phantasie eines jeden zufinden, dass am Ende die anscheinend nochso grossen Unterschiede sich ausgleichen.Wie viel thut nicht allein _'die Gewohnheit,wer einige Zeit mit weniger Bedürfnis ge-lebt hat, der empfindet dieses Glück nichtgross, wer hingegen in vielen Leiden lebt,und nur einige Linderung erhält, welch gro-sses Glück empfindet er nicht darin. Es gibtwohl kaum einen Menschen , auch den aller-elendesten , der sein Wesen mit irgend einemandern Umtauschen möchte,_ wohl manchermag sich in die Lage eines andern, der Knechtin die Lage des Herrn, der Anne in di Lage
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