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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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150
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allgemeiner,- wenn die gebildete Vernunftsich selbst fragt, was eigentlich ihr höchstesInteresse in der Natur sey, so achtet sie über-haupt den Genuss und alles Glück nicht hoch,-sobald sie nur selbst nicht eben in dem Be-,dürfniss befangen, und von ihm überwältigtist, sobald die Begebenheit vorüber ist, sogilt ihr das Glück oder Unglück eines IVIen-fsehen nicht viel, sondern sie fragt dann baldhur, wie hoch er in persönlicher Vollkom-menheit seiner Bildung gediehen ist, endlichwird sie aber auch hier gewahr, dass dieseBildung nur ein Geschenk der Natur, selbstnur ein Glück sey, welches einem durch Ge-burt und Erziehung zuwächst, das einzigeaber, was ihres Bestrebens wahrhaft würdigsey, und das allein schätzbare, sey auch inder Erscheinung die Tugend, welche das Le-ben eines Menschen verschönert, und zwar imstillen, oder laut anerkannt nur die Tugendum ihrer selbst willen,

Es kommt allem Geniessen und Leiden,Glück und Unglück, Vergnügen oder Schmerzgar kein wahres Seyn zu, sondern es gehörteinzig der Erscheinung, was kann also derIdee noch deran gelegen seyn, ob einer inder Natur etwas mehr oder welliger glücklich

sey.

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