und Ahnden.
57
Hier müssen wir nun vorläufig auf denUnterschied des endlichen und ewigen Seyns,so wie er für unsre Erkenntnisse angewandtwird, aufmerksam machen. Unsre Absichtist zu beweisen, dass die Sinnenwelt oder dieWelt unter Naturgesetzen,. zu deren Erkennt-nis wir vermittelst unsrer sinnliche^ Anschau-ung gelangen, nicht an sich seyn könne, son-dern . höchstens nur Erscheinung sey ; dassman ihrem Daseyn, als dem Endlichen, alsonoch die Idee des Ewigen, als des Seyns, ansich entgegensetzen könne. Indem wir die-sen Beweis ühren, sind wir also mit demneuesten Dogmatismus tanz einverstanden,Welcher sogar die endliche Erkenntnis nichtnur in Erscheinung, sondern in Trug undSchein verwandelt.
Kant hat eigentlich zuerst den Unterschiedder empirischen und transcendentalen Wahr-heit bemerkbar gemacht, er hat zuerst dieBegriffe der Erscheinung und des Seyns ansich unterschieden, und durch die Trennungder Vorstellungen von Baum und Zeit vonden Vcrstandesbegriffen den Unterschied desEndlichen und Ewigen Seyns Bestimmtheitund Haltung verschaff. Dadurch liess sichüberhaupt erst neben einem empirischen Bea-
lis-