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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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Wißen, Glauben

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Vorstellung dieses Unterschiedes. Nimmtman an, dass, wer mit hellen Augen dieDinge ansieht, sie sähe, wie sie an sich sind,so kann man sagen,i wer gezwungen ist, siedurch gefärbte Gläser zu betrachten, nur Er-scheinungen sähe, wer aber nur im Traum,oder im ihantasiren Dinge sieht, dessen Er-kenntnis geht nur auf Schein.

In welchem Falle befinden wir uns nun?Erkennen wir die Dinge so wie sie an sichsind oder nicht?

So viel ist gleich anfangs gewiss, wirsind uns nicht unmittelbar bewust, da s wirDinge so erkennen, wie sie auch an sich sind,denn in unsrer Erkenntniss kommen die Ge-genstände nicht unmittelbar als die Gründeihrer Gültigkeit vor, vielmehr beurtheilenwir in innerer Erfahrung das Fürwahrhaltennach ganz anderen Gesetzen. Der Gegen-stand selbst kommt uns nie unter den bestim-menden Gründen dieser Gültigkeit als Ursachderselben vor, sondern nur schlechthin alsdas angeschauete. Denn wenn wir gleich inder sinnlichen Anschauung den angeschautenGegenstand selbst wieder unter der Reihe derGründe, welche die Anschauung bewirken,

vor-