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nehmen, so wie sie dem Irthum entgegen-steht, so wird mit der Wahrheit einer unmit-telbaren Erkenntniss nur ihr Vorhandenseynim Gemiithe ausgesagt, mit der Wahrheiteines Urtheils aber seine Uehereinstimmungmit der unmittelbaren Erkenntniss.
Wir können also nicht, wie es gewöhn-lich geschieht, von der dem Irthum entgegen-gesetzten Wahrheit sagen: Wahrheit ist dieUehereinstimmung einer Vorstellung mit ih-rem Gegenstände; sondern nur Wahrheiteines Urtheils ist die Uehereinstimmung des-selben mit der unmittelbaren Erkenntniss derVernunft, in der es begründet ist. Der ersteSatz hingegen hat nur den Schein für sich,dass jene unmittelbare Erkenntniss,z. B. dieAnschauung dem Gegenstände näher ist, alsdas Urtheil, welches mittelbar erst von ihrden Gegenstand entlehnt. Es ist also diegemeine Bedeutung der Wahrheit eigentlichnur eine innere Zusammenstimmung der mit-telbaren Erkenntniss mit der unmittelbaren ;diese unmittelbare Erkenntniss hat ihre Wahr-heit in der Rücksicht dann bloss in ihremVorhandenseyn in der Vernunft.
Es ist hier kein Streit darüber, denn esist blosse Erfahrungssache, dass wir eine
innere