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Wissen, Glaube und Ahndung
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Wijfen, Glauben

zeigt, dass aller Irtlrum, der uns vorkommt,entweder logischer Irthum ist^ oder Sinnes-betrug. Die Sinne aber betrügen nicht,sondern es ist auch hier jederzeit der Ver-stand, der sich irrt. Der optische Betrugberuht auf einer der Willkührlichkeit unter-worfenen Thätigkeit der produktiven Einbil-dungskraft , welche selbst durch vorhei £elien-de irrige Urtheile des Verstandes veranlasstwird; es liegt also allem Sinnesbctrug eigent-lich ein logischer Inthum zu Grunde. Derlogische Irthum entspringt aber ganz inUrtheilen, er beruht immer auf einem vor-eiligen Wahrscheinlichkeitsschluss, das heisst,ich nehme unzureichende Gründe, welcheich für ein Urtheil habe, irrigerweise für zu-reichend an. Mit alle diesem Irthum gehenwir also nie über das Gebiet der Urtheile hin-aus , das einzige irrige in unsern Vorstellun-gen , so wie wir gemeinhin von Irthum spre-chen , sind irrige Urtheile. Dies betrift alsoleeinesweges die unmittelbare allem Urtheilzu Grunde liegende Erkenntniss der Vernunft,diese wird hier vielmehr eben als der Quellder Wahrheit angesehen, und die Wahrheitder Urtheile beruht eben darauf, dass sic mitdieser unmittelbaren Erkenntniss überein-stiimncn. Wenn wir also die Wahrheit nur

nehmen,