zu Werkzeugen ihrerTyrannci zu machen säg--. i L.)Mit dem Blute der Besiegten erkämpften dieRömer neue Siege. Gesichert würde die Herr-schaft durch Gewöhnung der Besiegten an festeWohnplätze, an römische Gerichtsbarkeit/ Klei-dung/ Sprache/ bald auch durch die Begüti-gungen der Lasier/ Säulengänge/ Bäder/ Prachtder Gaftmahle/ welche Mittel derSclavercivon den Unerfahrenen Menschenveredlunggenannt würden re. Als Ursachen dieser Völker-tyrannci stellen sich besonders Habsucht und Ver-schwendung hervor. Wie nun beurtheilt Tacitusdiese römische Welttyrannei? Er nennt die Siegeder Legionen gerne beifällig: unsere Siege.Er deckt die angewendeten Mittel der Römerauf ohne Schonung/ wenn auch ohne aus-gesprochene Mißbilligung.
Die meisten römischen Schriftstellersind mit Gedanken und Gemüth in dem unmensch-lichen Vorurtheil befangen/ daß es RomS Welt-bestimmung sey/ alle Völker zu Sklaven zu machen.Nichts Höheres und Lieberes kennen sie/ als daßihre Legionen das friedliche Glück selbstständigerNationen zerstampfen und sich und den Staatmit der Beute der Erschlagenen und dem Raubeder Geknechteten schmücken. Tacitus hingegenund vielleicht nur Tacitus steht auf einem höhernStandpunkte und huldigt (durch offene/ unpar-theiische/ schonungslose Erzählung der Abscheu-