scheinen könnte, gründlichsten, sondern sie gewannauch schon durch das Ansehen des Blattes, in wel-chem ste erschien, ohne Zweifel in den Augen mancherLesenden noch eine größere Bedeutung. Auch hat ste,während ste mir nur ein subjectives Urtheil bei manch-facher Unklarheit und ziemlichem Mangel an Ersah,rung übrig ließ, sich selbst die Würde zugeschrieben/das Bewußtseyn der Kirche zu seyn und darzustelleu.Ich will Ihnen dieß nicht bestreiten, und lasse mirhinsichtlich meiner Person, weil es mir um die Sachezu thun ist, gerne etwas Billiges und auch, wenn esverlangt wird, etwas Unbilliges gefallen. Letzteresvon Ihnen «m so eher, weil ich wirklich gefundenhabe, daß Ihre Aeußerungen als die Vertreter derAnsicht vieler, mir zum Theil höchst achtbaren, Männerund Gelehrten angesehen werden müssen. Eben darinliegt auch der Grund, der mich nöthigt, diese An-sichten Ihrer Kritik selbst wieder unter eine kurzekritische Beleuchtung zu stellen.
Sie bezeichnen die ganze Streitsache zunächstals einen „Württemberger Streit", und daran habenSie Recht. Ich wollte nicht über den Bereich meinesBerufs, geschweige meines Landes greifen. Zwartadeln Sie mich in einigen Stellen hierüber, alleinich muß mir das natürliche Recht Vorbehalten, zuwollen, was ich will. Die Grenzen meiner sichernErfahrung sind auch die Grenzen meiner Bestrebungen.Doch zur Sache!
Ehe Sie in's Einzelne gehen, suchen Sie das