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Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
Entstehung
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wenn ihnen das Glück recht wohl will, zu derHöhe jener Freigelassenen römischer Imperatorenerheben mögen, die, nachdem sie ihren Herren aufden Wink gehorcht hatten, mit Winken ihren Unter-gebenen gebieten durften. Sokrates Schierlings-becher und Phocions ehrenvolle Armuth entflammenden Jüngling, den als Mann die Wirklichkeit anSenecas Reichthümer und Sejans Glück erinnert."

Es würde unbegreiflich seyn, wie dieser Zwie-spalt zwischen der Erziehung und dem öffentlichenLeben nicht schon oft die Staaten erschütterte, wieer auch nur auf kurze Zeit folgenlos bestehen konnte,erklärte nicht die nämliche Ursache, die uns für dieWunder der Natur und unseres eigenen Daseynsabsiumpft, die Gewohnheit, eine lange Gleich-gültigkeit gegen die Widersprüche der Gesellschaft."

Aberdie Gesetze der Natur sind unveränder-lich, denn die Allmacht gab sie; die Satzungen derWelt sind nur um ein Geringes weniger vergäng-lich, als der Mensch, dem sie ihre Entstehung ver-danken. Sie sterben, wie dieser, und vergeblich be-mühen sich seine Nachfolger, ihre entseelten Formenaufrecht zu erhalten, nachdem der sey es guteoder böse Geist ihrer Zeit, der sie einst belebte,von ihnen gewichen ist. In solchen Krisen erstpflegen sich die Folgen jenes unseligen Zwiespaltszu äußern, der das Ideal und die Wirklichkeit nichtetwa nur von einander entfernte, sondern im grell-sten Widerspruche von einander erhielt. Die Be-