chen Gründen und Folgen zu fassen, und sie irrtweit von ihrem Ziele ab, wenn sie, mit Ueberse-hung der Mittelglieder, allzuschnell in den Himmelgreift, um sich von dort die Lösung der Räthselzu holen. Auf der andern Seite aber ist die Ge-schichte nicht nur keine geschlossene Wissenschaftmehr, sondern ein zerfahrenes Chaos, ein Ungethüm,wenn man die Schicksale der Welt nur aus ihrselbst begreifen zu können meint. Wenn es eineLorsehung giebt, welche die Haare auf unseremHaupte gezählt hat, so muß sie noch viel großar-tiger und deutlicher sich in den Annalen der Welt-geschichte offenbaren,'und es ist eben damit nur diereligiöse Geschichtsanschaunng, wie gesagt, nichtbloß die wahrste und anregendste, sondern auchnatürlicherweise die verständlichste und deßhalb demKnabenalter angemessenste.
War nun die Zeit der alten Classikerwelt einesolche, darin in Ermanglung eines Offenbarungs-Prinzips kein anderes, als ein Princip des na-türlichen Menschen möglich war, so dehntsich dieser Satz, wie sich von selbst versteht, nichtnur aus die handelnden Personen, soirdern ebensoauf die schreibenden mit seinen Folgerungen aus.Schon die Beweggr ü nde zum Schreiben warendamit für Manchen gegeben und Aussprüche, wie:«Piiä Perirur ssoris, nisi rnMuiu tsrus, Poeti« ? er-klären sich, und finden auch auf die Geschichtschrei-ber ihre Anwendung. Dabei darf jedoch nicht ver-