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feine Meinung über das wichtigste Pensum für denJugendunterricht deutlich genug, indem man vorallem für einen CatechismuS, nicht aber für Schul»ausgaben von Classikeru Sorge trug. Im Uebri»gen — warum sollten Beide nicht entzückt gewesenseyn über das Wiederaufleben der alten Literatur?Von dem möglichen Schaden konnten sie nach derZeit noch keine Erfahrung haben. Ihre Zeit warüberhaupt so beschaffen, daß sie durch jedes neue,in sie eintretende Agens fast nur besser werdenkonnte. Endlich war ihnen die elastische Literaturder Schlüssel zur heiligen Schrift. Wer wird denSchlüssel zu einem goldenen Schatze nicht köstlichachten, wenn auch der Schlüssel selbst von Eisenist? Würden sie wohl gebilligt haben, daß mander uns in xi-axi häufig den Schlüssel so viel höherachtet, als den Schatz?
Die Wahrheit dieser Ansichten aber, namenk»lich was Luther und Melanchthon betrifft, zeigtsich häufig genug und auch z. B. in folgendenAeusserungen. Als der, mit Recht sehr geschätzte,Dichter Eobanus Hessu s,. welcher auch Heroi«den verfaßte, die Psalmen frei in lateinische Di«fticha übersetzt hatte — eine Uebersekung, die gro»ßentheils sehr gelungen zu nennen ist, — so schriebihm Luther ans Wittenberg vom 1. August 1537unter Anderem Folgendes (in lateinischer Sprache):»Ich wünsche dir nicht nur Glück, sondern preiseauch meinen Herrn Jesum Christum, daß Er dich