Druckschrift 
Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

ein Gegenzeugniß theils durch die AlterSbestim»mnng: juvenidns (vgl. meine Reden S. 1S6), theilsdurch Hinzufügung der Ansicht, die von dieserLektüre auch dann noch vorherrschen soll (umkrsogusollamM s^voula), theils endlich durch Beisetzungdes Zweckes: goillguill in ei« Milo küeiit all vi-1 sm seternain esrpero.

Allmählig verschwanden nun dieClassiker eben»sosehr, wie die Bibel, aus dem Gesichtskreise derVolker. Als die Priester anfiengen, in nomino pst.rua et ülis, et Spiritus ssnots zu taufen, und der»gleichen, da konnte man über unsere vorliegendeFrage weder bedeutende, noch überhaupt Urtheileerwarten. Aristoteles vermochte der Barbareiin Kirche, Staat und Schule keinen Damm zusetzen. War dieser Gelehrte für seine Zeiten einLicht gewesen, so war er für das Mittelalter durchLas geringe und seltene Verständnis seiner Schriftlen ein glimmendes Docht, und durch den Miß»brauch, den man von ihnen machte, nicht selten eiaIrrlicht.

Die Reformatoren nun sprachen sich aufsäußerste günstig über die Classtker aus, so das; sieunseren 'Ansichten schon in allem Ernste gegenübergestellt wurden. Dieß beruht jedoch auf einemMißverständnisse. Denn, abgesehen von einzelnenAeusserungen, wie die Lutherische: „ein WortPauli hat mehr, denn drei Orstione« Eicoionis"— verräth Luther sammt Freund Philippus