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[1] (1838)
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Daß sie am Schmerz, den sie zu tröstenNicht wußte, mild vorüberführt.Erkenn' ick als der Zauber gröstcn,Womit uns die Antike rührt.

Doch Abend ist's und Ernst gewordenDer Abgrund klafft, der Heiland ruft,Der heit're Wahn, die KötterhordenZerstieben in der Wetterlust!

Und schon vorher sagte Savonarola zu Lovenzo

Dein Volk ist krank und ist verdorben.

Das dir vor Allen herrlich blüht,

Dein Volk ist innerlich erstorben.

Die hcil'ge Sehnsucht schier verglüht.

Die Grieckenweisheit überkleistertNur schleckt der Herzen tiefen Bruch,

Ein Bild, wozu nickt Gott begeistert,

Ist nur ein kunstgeübtcr Fluch.

Der Grieche hat nicht Gott gefundenIn seiner Andacht höchstem Schwung,

Die Blülhc seiner schönsten Stunden

Was war sie? nur Vergötterung.

Die Künstler meiffeln, malen, leiernUm einen längstvcrdorrlen Kranz»

Denn mit dem Heidcnthume feiernSie einen kalten Todtcntanz.

Der Traum der Alten war verloren.

Für sie so schön, für uns so scbaal'

Habl ihr ihn nur heraufbeschworen.

Daß er sich träume noch einmal?

Dir bat, dem Hochbegabten, Reichen»

Die Zeit ihr Schicksal aufcrlcgt.

Sie hat ihr dunkles TraucrzcickenAuf deine Stirne scharf geprägt;

Der Fiebcrtraum, der dich gepeinigt.

Der Christenthum und HeibcnthumIn deiner Seele wüst vereinigt,

3st jetzt das Weltdelirium.