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liehen mangelhaft, baß sie verstümmelt ist, so verdeckenwir ihnen das allcrhciligste Angesicht des Ewigen, undfangen ihnen das Licht der Sonne ab, die allein dasHeil in ihren Strahlen mit sich bringt!
HI. Aus Oestreich.
Zu meiner grossen Freude kann ich die gegenwär-tige Schrift mitWorten eines Freundes*) schlicssen, der,nachdem sich seine treffliche Muse nach Morgen gekehrt,in seinem neuesten, grösseren Gedichte sich ebenfallsüber Christenthum und Classikerthum ausspricht.
Lorenzo von Medici liegt auf dem Sterbebette; inder Ficberhize muß er den Mythus Platos von denbeiden Rossen schmerzhaft durchwachen. Er wird umden Olymp in seiner Phantasie herumgcjagt, dasschwarze Roß aber zieht ihn immer tiefer nieder, sosehr er mit dem Crucifir, das er in der Hand hält,dassclbige heraufzupcitschcn versucht. Savonarola knietbetend an seinem Bette, und benützt einen lichten Au-genblick zum ernstlichen Gespräche. Lorenzo suchtdie Schuld seines Lebens unter Anderem auch mitdem Verdienste: die schöne Welt des Altcrthums sei-ner Zeit wicdergegcbcn zu haben — auszuschmückcnund zu verdecken. Da spricht Savonarola:
Die Künste der Hellenen kanntenNicht de» Erlöser und sein Lickt.
Drum sckcrztcn sie so gern und nanntenDes Schmerzes tiefsten Abgrund nickt.
*) Baron von Niembsch in Wien, bekannt als NicolauSLenau.
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