42
Welch' Slücklci», meinst du. Neide?
Nur die Erpresse hält dir aus!
Den edle» Wein (das ist der Dank!)
Berscbwclgl ei» froher Prasser,
Lim Boden fließt, wie Wasser,
Dein eingesxerrter Fiirstenlrauk!
Ilurut. Oilrm. d,. ll. Ost. 14.
Diese Idee der Vergänglichkeit und inncre» Nick-tigkcit der Welt, m. H. — so viele Gedichte, wieoben bemerkt, bei ihr gleichsam Anker werfen undnicht weiter gehn, so sehr sich selbst zum Thcil eineneuere Schule in ihr gefällt, und sich großartig dünkt,indem sie sich unglücklich stellt, — — diese Idee istdennoch der unverdorbenen, der natürlichen Naturunseres Gcmütheö keineswegs als eine bleibende, be-friedigende Stätte angewiesen Der innere Zwiespalt,den sie in uns erweckt, treibt uns (wie romantisch sieauch scyn mag) dock zuletzt aus ihr hinauS; wirmüssen eine Losung dieses Räthscls für uns haben,aber hier steht Herkules am Scheidewege!
Die Klassiker, d. h, die alten (wie denn auch dieneuen) heidnischen Dichter wußte» sich keinen andernAusweg zu finden, als den ihre ganze Zeit, den alle-Welt, den der natürliche Mensch überhaupt immergeht, d. h. sie nahmen sckon auf der Oberwelt in derThar einen guten Schluck Lethe, schlugen sich ernsthafteGedanken ans dem Sinne und stürzten srch, (was freilich