Druckschrift 
1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Zweiter Excurs.

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von de Sacy gelesen, welche zugleich eine griechische Uebersetztinghatte, in dieser ist auch nicht eine Lautverbindung, welche sichnicht als im Iluzväresch vorkommend narhweisen liesse. Von wei-teren Säsänideninschriften hat W. Ousely zwei bekannt gemacht(Travels II. Taf. XLII.), allein ausser den NamenjriaTtn undIN-iNTi, welche schon Ousely richtig las, und einigen schon bekann-ten Sätzen ist nichts zu lesen, offenbar wegen der ungenauen Zeich-nung. Eine zweisprachige Inschrift, welche, wenn ich nicht irre,schon bei Ker Porter vorkommt, hat neuerdings Westergaard be-kannt gemacht, es hat dieselbe meines Wissens noch Niemanderklärt, obwol auch die zweite Schriftart von Norris entziffert wor-den ist 1 ), ich selbst habe noch nicht Zeit gefunden, mich genauermit der genannten Inschrift zu beschäftigen, einzelne Wörter lassensich jedoch auf den ersten Blick als dem Huzväresch angehörig ent-decken und da der Eingang der Inschrift mit der von de Sacy ent-zifferten identisch ist, so ist nicht wol anzunehmen, dass der Ver-lauf der Inschrift wesentliche Abweichungen von der gewöhnlichenSprache bieten werde 2 ).

Unsere Kenntniss der persischen Paläographie ist zwar nichtsweniger als genau, doch dürfen wir nicht unterlassen, hier auch aufdie Huzväreschschrift aufmerksam zu machen, welche eine unzwei-felhaft semitische Schriftart ist und sich, in ihrer Art und Weisegenau an die übrigen semitischen Schriftarten dieser Periode an-schliesst. Das Huzväresch kennt keine Vocale, unterscheidet vieleConsonanten nicht einmal durch diacritische Zeichen, wie Jeder zuseiner Qual erfahren wird, der sich mit dieser Sprache beschäftigt.Später hat man freilich, nach Vorgang der Syrer und Araber, dia-critische Zeichen angenommen, allein diese Sitte ist eine sehr späte,unsere besseren und älteren Handschriften zeigen sie ausserordent-lich spärlich, man kann ganz gut in den Handschriften verfolgen,wie sie nach und nach immer häufiger werden (ebenso wie der Ge-brauch des b = -i), daher erklärt sich denn auch, warum sie in denneueren Handschriften so häufig falsch gesetzt sind.

1) Das Alphabet ist mitgetheilt: Journal of the R. /ls. Society. T. XU.p. 262.

2) Diese zweite Inschrift enthält ganz ähnliche Abweichungen von derersten, als die Manuscripte der Huzväresch-Uebersetzung, wovon ich obenp. 28 Beispiele mitgetbeilt habe. So steht statt aa das semitische teAs , aa =pasa, atciS , 'iNlS = 'S5, Enkel (cf. Farg. XII. 31),