nischen Sprachen gehört. Hier habe ich nun schon vor Jahrenerklärt 1 ), dass der wirklich arische Theil der Sprache so ziemlichmit dem Neupersischen stimme, nur dass derselbe etwas altertüm-licher sei. So ist ]sn = = q'jj', iNörnü =
jarvnm = 5 “lipnn = ‘Wnö = ^0^, lansns
== “iNdnt = ^ lo>i l> ; piriBN = u. s. w. Allein eben
aus diesem Umstande, so sollte es scheinen, kann ein Beweis gegendas Alter der Huzväreschsprache hergenomnien werden. Wie istes möglich, kann man fragen, dass eine Sprache, die im dritten undvierten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung gesprochen wurde, derneupersischen so ähnlich sein sollte, deren älteste Documente nichtüber das elfte Jahrhundert zurückgehen. Man mag eine solche Aehn-lichkeit bei dem Pärsi begreiflich finden, dessen Literatur vielleichtnur kurze Zeit vor dem Beginne der neupersischen fällt, allein beieinem solchen langen Zwischenräume scheint doch eine so geringeVeränderung kaum möglich zu sein.
Es darf hier vor Allem nicht vergessen werden, dass eineSprache, wenn sie einmal die Endungen bis auf das Notwendigsteverloren hat und überhaupt einmal auf einer gewissen Stufe des Ver-falls angelangt ist, sehr lange Zeit hindurch sich gleich bleiben kann.Wir brauchen da nicht lange nach Analogien zu suchen, das Neu-persische selbst ist ein schlagendes Beispiel. Vom Auftreten Fir-dosi’s bis auf unsere Zeit ist ungefähr derselbe Zeitraum verflossenwie vom Anfänge der Säsänidenherrschaft bis auf Firdosi und sinddie Aenderungen, welche die persische Sprache während dieses lan-gen Zeitraumes erfahren hat, bedeutend zu nennen? Zudem darfman nicht übersehen, dass der Unterschied in den obigen aufs Ge-ratewohl gewählten Beispielen wenn auch gering, doch bedeutungs-voll genug ist. Es ist dies ein Unterschied in der Lautverschiebung,indem nämlich im Huzväresch zwischen Vocalen noch die Tenuisgeblieben ist, während sich dieselbe im Neupersischen in die Mediaerweicht hat. Dieser Unterschied findet sich nicht mehr im Pärsi(cf. Pärsigr. p. 116. L17), auch da lesen wir: tvann, mardumän,dädär u. s. w. Wir werden also schon dadurch in oder an die Zeitder Säsäniden, jedenfalls über Firdosi hinaus geführt.
Ein weiteres Mittel, den Zustand der persischen Sprache wäh-rend der Zeit der Sasäuiden zu erkennen, besteht ohne Frage darin,
-1) Hocfer: Zeitschrift fiir Sprachwissenschaft I. p. 65. 67.