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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Erster Excurs.

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Unzweifelhaft ausländischen Ursprungs, aber wol auch spät,ist diejenige Ansicht, welche sich im Minokhired findet 1 ), wonachdie zwölf Bilder des Zodiacus als gute Götter alles Gute, was dieWelt empfängt, austheilen, während Agra-mainvus durch die siebenPlaneten das Böse in der Welt verbreiten lässt. Schoii der Umstand,dass durch diese beiden Götterkreise Ahura-mazda und Agra-mainyusganz in den Hintergrund gedrängt, ja für die Welt völlig gleich-gültig werden, muss gegen das Alter dieser Ansicht Bedenken erre-gen. Zudem lässt sich eben diese Ansicht in den Ebenen des Euphratund Tigris als einheimisch nachweisen, sie wird also wol auch voneben daher eingewandert sein.

Zu diesem späteren Gestirndiensle gehört nun auch noch dieLehre von den Fravashis. Im Minokhired werden diese aus-drücklich Sterne genannt, in den Yeshts geschieht dies zwar nichtausdrücklich, aber der ganze Yesht Farvardin legt ein Zeugniss fürden späten Ursprung dieses Cultus ab. Die Verehrung der Fravashisist auch da im Begriffe, den Cultus Ahura-mazdas ganz in den Hinter-grund zu drängen. Wo fände sich wol in früheren Schriften Analo-ges zu Folgendem (Cod. fonds dAnij.nr. IV. fol. 367 v.): yatha..ja<;en. avaghe. yatha. me. baren, upa^tem (leg. upaQtaiim) ughräo.ashaönanm. fravashayö. äoghanm. raya. qarenaghacha. vidaraßm.Zarathustra, aöm. atjmanem.. uQcha. raökhshnö. fraderecjrö..imanm. zanm. ächa. pairicha. bava., d. i.: ,,Da kamen mir zurHülfe, da brachten mir Beistand die starken Fravaschis, der Reinen.Durch ihren Glanz und Licht erhalte ich, o Zarathustra, den Him-mel, der leuchtet und schön ist, der um diese Erde herum ist, 44 oder(ibid. fol. 368 rct ) yßidhi. zi.. noit. daidhyät. upaglanm. ughraö.ashaönanm. fravashayö. noit. me. idha. äogliät. tein. pa^u virem.Hätten mir nicht die starken Fravaschis, der Reinen, Beistandgebracht, so wären Menschen und Vieh nicht da. Von einer sol-chen Macht der Fravaschis weiss in der That die ganze persischeSchöpfungsgeschichte nichts, auch wäre sie mit der Machtvollkom-menheit Ahura-mazdas, wie sie aus den früheren Schriften erhellt,durchaus unvereinbar.

Wir nehmen demnach an, dass dieser Sternencultus, nach wel-chem die Gestirne die Schicksale der Menschen leiten, ein späterersei, wozu noch kommt, dass das Alter des Thierkreises seihst, nach

1) Cf. die Stellen im Original Zeitschr. der D. M. Ges. VI. p. 81. 82.

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