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Erster Excurs.
noch spatere Vorstellung des Bundehesch *) lässt zwischen den SeenVöuru-kasha und Puitika einen Var existiren, der der Var des Qata-vaes genannt wird, in dieses grosse Wasserbecken fliesst dasunreine, im Puitika angesammelte Wasser, um dort durch starkeWinde von den Unreinigkeiten gesondert zu werden, welche letz-tere dann wieder in den See Puitika zurückgetrieben werden, wäh-rend das gereinigte Wasser in den See Vöuru-kasha fliesst und zumTheil dort bleibt, zum Theil aber als Wolken um den Berg Hosindun(Hendva im Yesht Tistar) sich ansammelt und von dort auf die Erdeniederstürzt. Man sieht leicht, dass alle diese späteren Ansichtenauf die frühere, wie sie Farg. V. 50 ff. erscheint, gegründet sind,man sieht aber auch, dass sie damals, als jene Vorstellung verab-fasst wurde, noch nicht vorhanden gewesen sein können.
Weniger klar als die Stellung des Tistrya ist mir die des Mi-thra , obwol er häufig genug erwähnt wird. Er gehört ohne Fragezu den älteren Gottheiten der Perser, denn er wird schon im Ven-didad (III. 5), Von den Alten aber schon bei Herodot erwähnt. EinGestirn wird er meines Wissens nie ausdrücklich genannt, aber inBezug zu den himmlischen Lichtern muss er stehen (cf. Farg. XIX.92). Es scheint mir nun Alles dafür zu sprechen, dass Mithra,die Sonne, also von hvare khshaeta wenig oder nicht verschiedensei. Diese Bedeutung hat einmal mitra in den Vedas (aharabhimäuidevah nach den Scholiasten) eben so gut als j-p im Neupersischen,von den Alten erklären Hesychius sowol als Suidas Mithra durchfjAiog. Dass mit dieser Annahme nicht alle Schwierigkeiten gelöstsind, weiss ich recht gut. Er ist, wie der Yesht de's Mithra besagt,ein Wächter (§pa§änö), mit. seinen vielen Augen wirft er den Dämondes Winters zurück. Er ist der erste, der den Haöma erhoben hat,er giebt Stärke und Gesundheit, er ist hülfreich im Kriege.
Wenig lässt sich über die anderen Sterne sagen, Vanantooder Vanand kommt nur selten und da nur in einzelnen Anrufungenvor, ebenso Haptöirang, den ich nicht einmal mit einer Endungbezeichnet finde, weshalb ich schliesse, dass derselbe erst bekanntwurde, als das Altpersische schon ausgestorben war. Im Uebrigenist mir nicht zweifelhaft, dass hapto = skr. sapta, in irang aberdie rikhsas der Inder zu suchen sind.
1) Bundehesch cap. XIII. (Cod. Havn. XX. fol. 100. I. 15 vso).