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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Erster Excurs.

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in früher Zeit den Sternen ihre Aufmerksamkeit zugewandt haben,eben so wenig, dass sie dieselben als Lichtwesen zu den guten Wesenrechnen mussten. Ich kann aber in den wirklich alten Theilen desVendidad nicht finden, dass den Sternen eine andere als eine reini-gende Kraft zugeschrieben werde (cf. Farg. V. 45, VI. 106, VII. 121,XIX. 78), sie bescheinen ungern die Verunreinigten (Farg. IX. 162.163). Ueber die Einzelnheiten bezüglich der Sterne ins Reine zukommen , ist mir aber nicht möglich gewesen, ich will aber wenig-stens das zusammenstellen, was ich darüber gesammelt habe.

Am durchsichtigsten sind die Angaben, die sich auf den Sternbeziehen, der Tistrya oder bei späteren Schriftstellern Tistargenannt wird. Er wird als ein glänzender, mächtiger Stern an-gerufen und besonders als derjenige gefeiert, der den Regen giebt.Der Regen ist in Persien bei der grossen Seltenheit desselben etwasdoppelt Werthvolles und die Verehrung dieses Sternes scheint mirdaher auch'vornehmlich in Persien entstanden zu sein, aber jeden-falls ist sie davon bin ich fest überzeugt erst später in Gebrauchgekommen. Es lässt sich gar nicht absehen, welche Stellung Tistryain der früheren Zeit, als der Vendidad geschrieben wurde, gehabthaben solle. Sein Geschäft wird in dem ihm gewidmeten Yesht aus-führlich beschrieben, es besteht darin, die Gewässer zum See Vouru-kasha hin und als Wolken wieder herauszuführen, wenn sie gerei-nigt sind, in Gemeinschaft-mit Qatavaetja, mit dem Wasser aberWachsthum und Heilmittel für alle. Geschöpfe Ahura-mazdas auf dieErde herabregnen zu lassen. Die Daevas suchen ihn, wie natür-lich, in diesem Geschäfte zu hindern, namentlich ist einer derselben,Apaösho, beauftragt ihm entgegenzutreten, es gelingt ihm dies auchbisweilen, wenn'nämlich die Menschen den Tistrya nicht auf gebüh-rende Art verehren, so gebricht es diesem an Kraft, er vermag denApaöshö nicht zu besiegen und wird dadurch ungebührlich langeVom See Vouru-kasha zurückgehalten. Aber Ahura-mazda giebt ihmdann auf sein Bitten auf übernatürlichem Wege die Kraft, die ihmmangelt, er besiegt den Daeva und kehrt dann zu seinem bestimm-ten Geschäfte zurück. Diesen klaren Sachverhalt hat sich Anquetildurch unrichtige Uebersetzung der betreffenden Stelle getrübt 1 ). Die

1) Cf. Yesht Tistar cap. 6. Ich gedenke an einem andern Orte die Stelleausführlich nachzutragen.

I.

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